Die Capoeira ist ein Kampftanz aus Verteidigung und Angriff, der zu zweit in einer Roda (Kreis) „gespielt“ wird. Begleitet und angefeuert wird dieses Spiel von Musik, Gesang und Klatschen. Die Bewegungen folgen der menschlichen Anatomie, bei der alle Muskelgruppen trainiert werden.
Entstanden ist die Capoeira als Kriegskunst in Afrika. Viele Tricks wurden beim Kampf der Tiere abgeschaut. Ehemalige Krieger von Königin Nzinga wurden von den portugiesischen Kolonialherren im 16.Jh nach Brasilienverschleppt. Daraufhin haben die Nachfahren die Capoeira als große Verteidigungskunst ohne Waffen weiterentwickelt.
Heute wird die Capoeira in allen fünf Kontinenten praktiziert und hat Zehntausende von Anhängern. In Hamburg wurde die Capoeira vor knapp 30 Jahren eingeführt.
Mestre Watutsi wurde schon als Kind in die Capoeira eingeweiht. Als Meister wurde er später durch Mestre Gato Preto firmiert und bekam den afrikanischen Titel Tata King N’Golo. Er hat mit vielen großen Meistern - Mestre Mancinho, Mestre Mutá Imê, Mestre João Pequeno und Mestre Joao Grande (heute Manhattan, New York)- weiter gelernt.
Watutsi ist bekannt für seine „Mandinga“ (intelligentes und trickreiches Spiel) und sein hervorragendes Spiel der Berimbau (Musikbogen, der das führende Instrument bei jedem Spiel ist). Heute gehört er zu den wenigen Meistern, der die beiden Richtungen der Capoeira – Angola und ‚Regional’ - unterrichtet.